
In dieser Übersicht finden Sie die Dokumentation von Veranstaltungen und Aktivitäten, die im Bereich Literatur stattgefunden haben.
Auf den weiter führenden Seiten können Sie Dokumente herunter laden, speichern oder ausdrucken. Zum Öffnen der PDF-Dokumente benötigen Sie Adobe Reader.
17.08.2006 bis 20.08.2006
Veranstaltung der Reihe «Wege der Kulturforschung»
Die Veranstaltungsreihe «Wege zur Kulturforschung» geht jenen Fragen nach, die im Rahmen des cultural turn der Geisteswissenschaften virulent geworden sind: Was ist der Gegenstand der Kulturwissenschaften? Und wie tritt sie an ihre Gegenstände heran? Und – nicht zu vergessen – was ist die gesellschaftliche Relevanz der Kulturwissenschaften?
Diese sehr grundlegenden Fragen sind in höchstem Masse klärungsbedürftig. Ja, man könnte sogar zugespitzt formulieren: Ohne die Klärung dieser Fragen lässt sich vernünftigerweise keine Kulturwissenschaft betreiben.
Die Auftaktveranstaltung stand unter dem Motto «Logiken der Kulturforschung». Ausgehend von der Prämisse, dass sich kulturwissenschaftliche Ansätze nicht über ihren «Gegenstandsbereich», sondern über ihre Herangehensweise definieren, ging diese Tagung der Frage nach, welche theoretischen und methodischen Prämissen für diese Herangehensweise ausschlaggebend sein könnten und welche praktischen Konsequenzen dies für ein kulturwissenschaftliches Forschungsprogramm hat.
Damit waren zum einen jene Herangehensweisen angesprochen, die sich im Rückgriff auf bestehende Methoden definieren, wie es etwa das Schlagwort «Kulturwissenschaft als Philologie» nahelegt. In diese Reihe gehören aber sicherlich auch diskursanalytische oder dekonstruktivistische Ansätze, die Eingang in die Diskussion um die Verfahrensweisen der Kulturwissenschaften gefunden haben – so im Fall der Postcolonial Studies oder der Medientheorie. Zum anderen ging es darum, die Übergänge zu neuen Forschungsfeldern zu beleuchten – etwa zu den Science Studies und der Medizingeschichte oder den und Bildwissenschaften.
Mit einem Wort: Es ging darum, zu klären, inwiefern sich die Logiken der Kulturwissenschaften als Logiken des Übergangs begreifen lassen.
Projektleitung: Uwe Wirth, Veronika Sellier